Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Rottaler Anzeiger (8. Dez 2001)
PNP vom Samstag, 8. Dezember 2001 Lokalteil Eggenfelden


Konzert erinnert an Opfer von New York

US-Künstler gastiert bei Christkindlmarkt - Aloys Kalmer zum letzten Mal Organisator - Dauer: 14. bis 23. Dezember

Eggenfelden (ub). Als "heimliche Eröffnung des Jubiläumsjahres 2002" hat der Werbe-Interessen-Ring (WIR) den bevorstehenden Christkindlmarkt deklariert. Die Veranstaltung auf dem Rathaus- und Spitalplatz dauert von Freitag, 14., bis Sonntag, 23. Dezember.

Flachs und Wehmut gleichermaßen dominierten die Programmpräsentation durch die WIR-Spitze im Amtszimmer von Bürgermeister Karl Riedler. "Ist fast wie Weihnachten", scherzte WIR-Vorsitzender Gunter Mooser, als der Bürgermeister anmerkte, er kenne selbst noch keine Details des Programms.

Mit belegter Stimme wiederum verkündete Aloys Kalmer, dass dies der siebte und letzte Christkindlmarkt sei, der unter seiner Federführung stattfinde. "300 Stunden Programm habe ich in diesen Jahren organisiert, mit dem Ziel, Leute nach Eggenfelden zu bringen." Die Arbeit habe viel Freude bereitet, ihm aber auch so manchen Ärger eingebracht.
Wie bei allen Weihnachtsmärkten unter der Ägide Kalmers, lautet auch heuer das Motto "Über Grenzen hinweg". Als Untertitel hat Kalmer den Wunsch gewählt: "Und Friede den Menschen auf Erden". Damit hat der Christlkindlmarkt-Organisator auf den Krieg in Afghanistan und die Terroranschläge in den USA reagiert.

Der Tragödie in New York City widmet WIR ein Konzert am Donnerstag, 20. Dezember. Der Musiker Alex Jakobowitz, ein gebürtiger New Yorker, spielt von 18 bis 20 Uhr auf einer Marimba, einem 3,50 Meter langen Xylophon. Gegen Ende des Auftritts werden Riesensternwerfer verteilt, mit deren Entzünden die Markt-Besucher der schrecklichen Ereignisse vom 11. September gedenken.

Am Auftaktabend, Freitag, 14. Dezember, fahren ab 17 Uhr Jagdhornbläser in einer Kutsche durch die Stadt. Gegen 18 Uhr findet auf der Bühne am Rathausplatz die offizielle Eröffnung statt. Den musikalischen Part am ersten Abend übernimmt die städtische Musikschule unter Leitung von Herbert Prager.

Die Musikschule ist nur einer der "Lokalmatadore", die auf dem Weihnachtsmarkt zur Unterhaltung aufspielen. Auch die örtlichen Schulen, Chöre und Instrumentalgruppen aus der näheren und weiteren Umgebung bestreiten Auftritte. "Wir haben über 80 Prozent heimische Gruppen", stellt Organisator Aloys Kalmer fest.

Unter den auswärtigen Gästen finden sich alte Bekannte: der Gospelsänger Joe Curtis etwa, der bereits zum dritten Mal in Eggenfelden auftritt (Dienstag, 18. Dezember, ab 19 Uhr), die Mehrnbacher Musikanten und Sänger (Samstag, 15. Dezember, 14 bis 17 Uhr) und natürlich der Trientiner Bergsteigerchor aus San Lorenzo in Banale, der sozusagen zum Inventar des Christkindlmarktes gehört. Die Sänger aus dem Trentino gastieren am letzten Wochenende, 22./23. Dezember, unter anderem bei der Firma Haas in Falkenberg.
Die Budenstadt zwischen Rathaus und Öttinger Straße besteht aus mehr als 50 Ständen. Im Foyer des Rathauses werben wieder karitative Organisationen, etwa der Ökumenische Arbeitskreis "Eine Welt", für ihre Arbeit. Und im großen Sitzungssaal des Rathauses lässt die Ausstellung des Modelleisenbahnclubs Eggenfelden die Herzen der kleinen und großen Kinder höher schlagen.

Wie in den Vorjahren hat WIR die Unterstützung der PNP/UNESCO-Aktion "Ein Licht im Advent" in den Weihnachtsmarkt eingebunden. Neben der Bühne befindet sich eine Spendenbox für "Kinder in Polen", den Nutznießern der heurigen Benefizaktion. Der Rottaler Anzeiger bietet - ab sofort in seiner Geschäftsstelle und später auch am Christkindlmarktstand - gegen eine freiwillige Spende eine Ausschneidekrippe an.
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