Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Ludwigsburger Kreiszeitung (12. Mai 2005)
Ruhmesmeile für die beliebtesten Straßenmusiker

„Walk of fame“ im BlüBa eingeweiht



Alex Jacobowitz aus New York ist ein Artist auf dem Xylophon. Beim Straßenmusikfestival 2003 war er einer der beliebtesten Musiker und ist jetzt auf dem "Walk of Fame" verewigt. Bild: Alfred Drossel.

Was Hollywood kann, kann Ludwigsburg schon lange: Stars auf der Straße verewigen. Im Blühenden Barock (BlüBa) wurde gestern der „Walk of fame“ eingeweiht – eine Ruhmesmeile für die beliebtesten Straßenmusiker.

Quadratische Platten aud Keramik zieren seit gestern den Platz zwischen Schlosshof und BlüBa-Verwaltung. Ganz so schick wie das Vorbild im mondänen Hollywood kommt der Ludwigsburger „Walk of fame“ nicht daher. Aber polierte Sterne mit goldener Einfassung würden ohnehin nicht zu den Künstlern passen, denen die Ludwigburger Ruhmesmeile gewidmet ist.

Straßenmusiker werden im Blühenden Barock verewigt. Und zwar diejenigen, die sich bei den bisherigen Festivals im Blühenden Barock 2001 und 2003 in die Herzen der Zuschauer gespielt haben. Wie Alex Jacobowitz aus New York. Mit seinen Schlegeln zaubert er faszinierende Klänge aus seinem Xylofon. Beim Straßenmusikfetival vor zwei Jahren wählte ihn das Publikum auf Platz zwei – gleich nach dem kanadisch-argentinischen Duo „Anderson Briefcase“. Jacobowitz freut sich schon auf das Wiedersehen mit den Ludwigsburgern – und seinen Musikerkollegen.

Die 50 Gruppen stellen die Werbeagentur Pulsmacher, die gemeinsam mit den BlüBa das Festival organisiert, jedes Mal vor eine Herausforderung. „Wir sollen den Musikern eine superschöne Ziet hier bieten“, sagt Pulsmacher-Geschäftsführer Jochen Schroda. Denn Gage bekommen die Künstler keine. Sie leben vom Hutgeld.

„Die Straßenmusik folgt ihren eigenen Gesetzen“, betonen die Organisatoren. Deswegen übernehmen sie keine Garantie, wer nachher wirklich auf der Bühne steht: „Wir arbeiten mit Künstlern, die sich keinen Konventionen unterwerfen.“ Aber gerade das mache den Reiz des Festivals aus.

Katja Sommer