Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Kinzigtal Nachrichten Nieder-Moos (17.Juli 2001)
Von Klassik bis Klezmer

Marimbaphon und Orgel faszinierten die Konzertbesucher in Nieder-Moos

Freiensteinau/Nieder-Moos (ge) Obwohl beide mit Tasteplatten und Resonanzkörpern ausgestattet, sind sie doch so unterschiedlich und ähnlich, wie entfernte Verwandte nur sein können: Orgel und Marimbaphon, in diesem Fall die Denkmalsorgel von 1791 und die Konzert-Variation des traditionellen afrikanischen Instruments. Wenn beide ihre stimmlichen Möglichkeiten ausspielen, ergibt sich ein Hörerlebnis, wie es aufregender kaum sein kann.

Im Rahmen der sommerlichen Konzerte in Nieder-Moos stellten der Frankfurter Herbert Manfred Hoffmann an der Orgel und Alex Jacobowitz aus New York am Marimbaphon ihre virtuosen Künste nebeneinander. Die vielen Zuhörer in der Kirche zeigten sich im Crescendo begeistert.

Es war kein Wettstreit im Sinne von: Wer hat die schönste Stimme? Eher zeigte die Abwechslung die sehr eigenen, so verschiedenen Klangmöglichkeiten auf und ließ die jeweiligen Stimmqualitäten gerade an den Unterschieden deutlich werden.

Von kühlen bis heiß gestimmten Werken, von strenger deutscher Barockmusik bis zum spanischen Liebeslied, von Mozart bis zu jüdischer Volksmusik reichte der musikalische Reigen. Hätten alle Komponisten versammelt dabei gesessen, wären sie sicher zu höchstem Erstaunen erstarrt. Von Bach und Beethoven bis zum Fast-Zeitgenossen Camillo Schumann und Klezmer-Musik reichte das Programm. Warum auch nicht große Sprünge über Jahrhunderte und Traditionen wagen?