Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Nachrichten Aus Israel (April 1999)
DER JÜDISCHE TROUBADOUR



Seit acht Jahren wandert der Jude Alex Jacobowitz jeden Sommer mit seinem Marimba-Xylophon in Europa von einer Stadt zur anderen. „Fur mich ist es sehr aufregend, als Straßenmusikant zu leben. Ich bin das Orchester und gleichzeitig Dirigent“, erklärte der 38jährige Jude, der im Winter mit seiner Familie in der jüdischen Siedlung Kiriat Arba lebt. „In Deutschland Musik zu machen ist für mich ein Paradox“, sagte der orthodoxe Jude, der gerne mit seinem Riesenxylophon (3 Meter lang und 100kg schwer) in den Stadtzentren deutscher Großstädte auftritt. Sein Hauptquartier im Sommer schlägt er in München auf.

Als Jude in Deutschland zu musizieren ist für Jacobowitz nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch ein Heilmittel, das die alten Wunden zwischen Deutschen und Juden heilen kann. „Im Gegensatz zu den Amerikanern sind die Deutschen viel offener für meine Musik“, sagte der Troubadour, „sie lieben meine neuen Variationen berühmter Musikstücke von Beethoven, Mozart, Bach, Schubert und Schumann.“ Die Zuschauer auf den Straßen sind von dem frommen Juden begeistert, der auf Wunsch fast jedes Musikstück auf seinem Xylophon hervorzaubern kann. Aber dennoch erlebt er manchmal antisemitsche Zwischenfälle, bei denne er als böser Jude ausgeschimpt und weggejagt wird, aber dennoch macht es ihm Spaß, in Europa zu musizieren. Jacobowitz ist mit Leib und Seele Klezmer-Künstler. Nun gab er darüber ein Buch heraus: ”Ein klassischer Klezmer“ - Reisegeschichten eines jüdischen Musikers (zu beziehen in Deutschland bei Alex Jacobovitz, D-81375 München, Troelingerstrase 23). Ausgerüstet mit seinem Handy (0049 172 69 14179) und dem Lap-Top-Computer bleibt Papa Alex mit seiner Frau und den sieben Kindern in Israel ständig in Kontakt.