Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Bild Leipzig (5.Aug 2000)
Besuch von Alex Jakobowitz, dem König des Xylophons

"Mein Name ist Alex. Ich komme aus New York, und meine Frau heißt Xylophon."


So stellt sich Alex Jakobowitz (40) vor. Bescheiden, bedenkt man, dass ihn die internationale Presse bereits als Leonard Bernstein des Marimbaphons feiert. Und wenn er keine Konzertsäle füllt, verschlägt es den weltweit einzigen Marimbasolisten schon mal in Leipzigs City. Gestern zum Beispiel zeigte er auf der Petersstraße, was er so drauf hat.

Zu seinem Repertoire gehören unter anderem Werke von Beethoven, Bach und Mozart. Dazu verkauft der sympathische Kosmopolit seine CDs und steht den Spontan-Fans Rede und Antwort. Deren Zahl wächst auch scon mal so stark an, dass der Meister mahnt; "Machen Sie bitte Platz für die anderen Leute. Nicht, das ich noch Ärger mit der Polizei kriege, wegen dem großen Gedränge! Mit Handscheller spielt es sich so schwer..."

Und wenn er loslegt, ist es eine Ohren- und Augenweide: Leichtfüßig tänzelt Jakobowitz hinter seinem zweieinhalb Meter großen Instrument. Seine vier (!) Schlägel fliegen über die Klanghölzer. Die sind übrigens wie beim Klavier in zwei Reihen angeordnet.

"Die Straße ist für mich die schönere Bühne", gesteht der Mann, der auch schon bei den Jerusalemer Symphoniker spielte. "Es ist viel intimer hier, weil die Leute offener sind als im Konzertsaal und ich mit ihnen reden kann."


Alex Jakobowitz (40) ist ein Virtuose am Xylophon, genauer Marimbaphon. Foto: Rolf H. Seyboldt