Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Helenenheim (3.Dez 1999)
Treffpunkt Helenenheim - Alex Jakobowitz

Schlagzeuge hatten es ihm angetan. Als er aber das Marimbaphon entdeckte, war es um ihm geschehen. 12 Stunden konnte er im Keller zu Hause üben, ohne dass ihm der Spaß an diesem Instrument verloren ging.

Nach dem Musikstudium in New York spielte er im Orchester. Die Aussicht, ein Leben lang in den hintersten dunklen Ecken sitzen zu müssen und bei einem SOlo einmal in 2 Stunden aufzustehen, um die Triangel zu schlagen, verleidete ihm den regelmäßigen Job. Das Marimba- oder auch Xylophon ist seine Welt. Aber die Welt kennt dieses Instrument kaum. So musste er zwangsläufig zu den Menschen. Er ging auf die Straße, als Straßenmusikant in die großen Städte. Er gibt zu, dass die Akustik zu wünschen übrig lässt, aber dafür kann er so vielen Menschen sein Klanginstrument nahe bringen, wie das in keinem Konzertsaal möglich wäre. Frau Prokopec hat ihn in München erlebt und spontan in die Bibliothek eingeladen. Um es gleich zu sagen, es war ein Erfolg.

Alex Jakobowitz erzählt, er spiele ungern die speziellen Musikstücke für das, in seinen augen, Klavier und Schlaginstrument. Seine Intension ist es, den Werken von Bach, Mozart oder Beethoven, oft in eigener Bearbeitung, die Klangfülle zu geben. Das Singen des Holzes, die Klangfarbe und die richtige Mischung durch verschiedene Klöppel zu finden, ist für ihn die Herausforderung. Die Zuhörer waren begeistert von den fundierten Einführungen des Musikers und der Vielseitigkeit der musikalischen Darbietung. Sie erstreckte sich von den Klassikern, über berühmte Gitarrenmusik und Flamenco des letzten Jahrhunderts, bis zu Rythym Songs der Moderne. Am Schluss las er noch eine Geschichte über eine Begegnung in Prag aus seinem soeben in deutsch erschienenen Buch. (Hal)