Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Allgemeine Jüdische Wochenzeitung (8.Jan 1998)
Im Geist der Zedaka

Frauenverein Ruth lud zum Benefiz-Brunch



Alex Jacubowitz an der Marimba: Die Ruth-Frauen waren begeistert. Foto: Gümbel

Es war ein ganz besonderer Brunch, zu dem der Frauenverein Ruth ins Park-Hilton eingeladen hatte. Den Veranstalterinnen war es gelungen, als musikalischen Höhepunkt Alex Jacubowitz zu engagieren. Der New Yorker, den es mit seinem riesigen Instrument, einer Marimba, durch die ganze Welt zieht, bezeichnet sich selbst als Straßenkünstler. Und das, was ihn dazu bringt, auf der Straße zu musizieren, machte einen guten Teil der Faszination auch beim Benefiz-Brunch des Frauenvereins Ruth aus: sein intensiver Kontakt zum Publikum.

Jacubowitz begeistert die Menschen mit seiner Ausstrahlung und der Kunstfertigkeit, mit der er sein Instrument beherrscht. Dieses, eben die Marimba, sieht aus wie ein großes, überdimensioniertes Xylophon. Die klangliche Vielfalt erzeugt der Musiker mit mehreren Schlagstöckchen, die er gleichzeitig über die verschiedenen Tonblätter wirbeln läßt.

Jacubowitz hat sein Metier von Grund auf gelernt. An der Ithaca School of Music in Upstate New York studierte er Percussion. Sehr schnell entdeckte er dann seine Liebe zur Marimba. Bis zu zwölf Stunden tägliches Üben waren von da an keine Seltenheit mehr. Und so brachte er es schnell zur Perfektion auf diesem Instrument. Anfang der achtziger Jahre wurde Jacubowitz Mitglied des Sinfonieorchesters in Jerusalem. Außerdem hat er eigene CDs aufgenommen.

Doch der unmittelbare Kontakt zu seinem Publikum, den er vor allem als Straßenmusikant erlebt, bedeutet ihm soviel, daß er nach wie vor die Straße gern zu seinem Konzertsaal macht. Und diese Nähe faszinierte auch die Gäste im Hilton, denen er unter anderem jiddische Weisen vortrug.

Miryam Gümbel