Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer Alex Jacobowitz: Der klassischer Klezmer
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Kinzigtal Nachrichten Nieder-Moos (11. Juli 2001)
Bach bis Mendelssohn

Freiensteinau-Nieder-Moos (KN)

Fachleute nennen ihn einen "Leonard Bernstein des Marimbaphons", die Presse bezeichnet ihn als den "ungekrönten König" des Konzert-Marimbaphons: Alex Jacobowitz aus New York ist am Sonntag, 15. Juli, um 18 Uhr bei den Nieder-Mooser Orgelkonzerten zu gast. Mit ihm zusammen gastiert der virtuose Orgelmeister Herbert Manfred Hoffmann aus Frankfurt im zweiten Sommerkonzert der Konzertreihe. Zwei auf ihre Art Meister ihres Instrumentes präsentieren sich als "Klangmaler" mit einem Programm von Bach über Beethoven, Mendelssohn bis zum klassischen Klezmer.

Zwei Instrumente, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, stehen im Mittelpunkt des zweiten Konzertabends der Nieder-Mooser Orgelkonzerte. Die historische Oestreichorgel aus dem Jahre 1791 und ein großes Konzert-Marimbaphon in der Abwandlung eines afrikanischen Vorläuferinstruments.

Der 1960 in New York geborene Weltklasse-Marimbasolist Alex Jacobowitz bringt für sein Gastspiel in Nieder-Moos die Konzert-version des Instruments mit: Ein drei Meter langes Gestell mit zwei Reihen mächtiger Holztonplatten, metallenen Resonanzröhren und über fünf Oktaven Klangumfang.

Mit elf Jahren begann Jacobowitz als Schlagzeugerspieler und studierte schließlich an der New Yorker Hochschule als erster Student das Fach Solo-Marimbaphon. Über die Tätigkeit als Orchesterschlagzeuger beim "Jerusalem Symphony Orchester öffnete sich der traditionelle Jude den Weg zur Weltkarriere. Seit vielen Jahren ist er als Solist in allen Konzertsälen der Welt zu Hause und stellt sich in Nieder-Moos mit Bearbeitungen von Bach (Präludium und Fuge g-moll), Mozart (Fantasie in d-Moll), Beethoven (aus der Mondscheinsonate) und traditioneller Musik der Völker bis hin zum Klzemer vor. Er benutzt zum Spiel vier Schlägel und versteht es, die unterschiedlichsten Klangnuancen seines Instruments zum Leben zu erwecken.

Auf ganz andere Art gelingt es dem Organisten Herbert Manfred Hoffmann, sein Publikum in Stimmung zu versetzen. Seit dem ersten Konzert jedes Jahr dabei, vesteht er die Nieder-Mooser Denkmalsorgel in einmaliger Weise zu spielen und dem eigentlich spät-barocken Instrument auch romantische Klänge zu entlocken. Am Sonntag erklingen unter seinen Händen und Füßen die "2 Fantasien in G-Dur (BWV 571+572) von Johann Sebastian Bach, die "Sonate Nr. 6 d-Moll über Vater unser im Himmelreich" von Felix Mendelssohn und zwei Stücke aus der Sonate Nr. 6 op 110 von Camillo Schumann.